Glasknochenkrankheit ist eine Bindegewebserkrankung

Glasknochenkrankheit ist eine Erkrankung des Bindegewebes. Ihr Hauptmerkmal sind sehr zerbrechlichen Knochen. Auf Englisch sprechen wir von "Brittle Bones", in der deutschen Sprache von "Glasknochenkrankheit", auf Niederländisch von "OI". OI ist die Abkürzung des lateinischen Namens Osteogenesis Imperfecta. Das bedeutet "unvollkommene Knochenbildung".

Glasknochenkrankheit ist mehr als unvollkommene Knochenbildung

Nicht nur das Bindegewebe in den Knochen ist anders, sondern auch das Bindegewebe an anderen Stellen im Körper, wie z.B. in den Gelenken und in den Zähnen. Das Bindegewebe ist nicht stark genug und dadurch sind die Knochen zerbrechlich wie Glas. Glasknochenkrankheit beruht auf einer Abnormität im Kollagen, das Hauptbestandteil des Bindegewebes ist. Meist haben Menschen mit Glasknochenkrankheit zu wenig Kollagen, manchmal ist das Kollagen, das vorhanden ist, von schlechter Qalität. Es ist eine genetische Krankheit und daher erblich. Sie kann spontan entstehen oder übertragen werden.

Glasknochenkrankheit gehört zu den seltene Erkrankungen

Die Glasknochenkrankheit gehört zu den seltenen Erkrankungen.

  • 1 von 15.000 bis 20.000 Menschen hat die Glasknochenkrankheit
  • 50 bis 75 Kinder pro Jahr werden in Deutschland mit Glasknochenkrankheit geboren
  • 4.000 - 6.000 Menschen mit Glasknochenkrankheit gibt es in Deutschland
  • Ca. 500.000 Menschen weltweit sind betroffen

Vergleiche mit Glasknochenkrankheit

ALS (seltene Muskel/Nervenerkrankung, Amyotrophische Lateralclerose) und Mukoviszidose:

  • Ca. 7.000 Menschen in  Deutschland haben ALS
  • Ca. 8.000 Menschen in Deutschland haben Mukoviszidose
  • Glasknochenkrankheit ist mit 4.000 - 6.000 Menschen in Deutschland etwa ebenso selten wie diese Erkrankungen.

Brustkrebs:

  • Im Vergleich zu z.B. Brustkrebs ist die Glasknochenkrankheit wesentlich seltener. Jede 9. Frau erkrankt im Verlauf ihres Lebens an Brustkrebs. Dagegen hat nur einer von 15.000 Menschen die Glasknochenkrankheit.